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Die Heide ohne Scheuklappen – Interview mit Vivien zum Thema Reiten und Pferde

Vivien auf der Töpsheide
Lesezeit ca.: 9 Minuten
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In der Lüneburger Heide und im Heidekreis finden wir auf ca. 1.450 km Reitwegen eine schier unglaubliche Weite und Vielfalt für Pferdefreunde und Ihren eleganten wie auch sensiblen Tieren. Viele Gastronomen haben sich auf Reiter und Pferdeurlauber eingestellt und bieten auch in der Infrastruktur eine angenehme Ausstattung an.

1.1 Mein allererstes Video!

Um Euch einen kleinen Einblick zu ermöglichen, habe ich dieses interessante Thema aufgegriffen und habe hierzu mein 1. Video (inkl. einem kleinen Interview) gedreht, was dann auch auf den bekannten Plattformen YouTube, Instagram und Facebook zu sehen sein wird.

Natürlich ist es weit weg von perfekt und den Oscar strebe ich dieses Jahr auch noch nicht an, aber ich habe wieder tolle Learnings aus dem Projekt mitgenommen und vor allem sehr viel Spaß gehabt. Ich freue mich jetzt schon auf Euer Feedback unter diesem Beitrag oder bei den o.g. Plattformen.

Also schaut einfach mal rein oder lest hier nachfolgend die Abschrift des Interviews. Außerdem habe ich Euch am Ende des Beitrags noch ein paar interessante Touren mit Vivien zusammengestellt, die Ihr unbedingt mal ausprobieren solltet, wenn Ihr mit eurem Pferd in der Nähe seid.

1.2 Abschrift vom Interview mit Vivien

Hey Leute,

ich bin Christopher und freue mich, heute mein allererstes Video für Euch bzw. meinen Blog auf Enjoy-Heidekreis.de aufnehmen zu können. Ich hab mir heute das Thema Pferde bzw. Reitsport in der Lüneburger Heide und im Heidekreis ausgesucht und habe mich dazu mit Vivien und Ihrem Pferd Cheyenne zu einem Fotoshooting und für ein kleines anschließendes Interview verabredet.

Wir befinden uns hier in der Töpsheide, in der Nähe des schönen Ortes Hanstedt, welcher sich am Rande des Heidekreises befindet. Vivien habe ich über Umwege kennengelernt und Sie kann uns heute sicher einige interessante Details über Ihre Verbindung zum Reitsport und den vielfältigen Möglichkeiten für Pferdeliebhaber in unserer Region verraten.

So, jetzt habe ich aber genug gequatscht und ich gebe einfach mal weiter.

Vivien möchtest Du Dich unseren Zuschauern mal vorstellen:

Vivien:
Ich bin Vivien, komme aus Asendorf, reite eigentlich schon länger aber wirklich nur im Freizeitbereich, also Turniere reite ich nicht. Ich freue mich, dass wir heute hier zusammengekommen sind und ein bisschen über Pferde erzählen können, was ich natürlich gerne mache.

Christopher:
Vielen Dank nochmal dafür Vivien. Wie und wann bist Du eigentlich zum Reiten gekommen?

Vivien:
Zum Reiten bin ich eigentlich deswegen gekommen, weil das bei uns in der Familie eigentlich schon immer so präsent war. Meine Oma ist immer mit uns früher Kutsche gefahren und dadurch haben wir die Pferde schon früh kennengelernt. Meine Schwester, also ich habe eine ältere Schwester, die hat diese ganze Leidenschaft für Pferde als erstes gehabt, sodass man uns damals in der ersten Klasse einfach zu Weihnachten eine Tinkerstute gekauft hat. Die hatten wir auch tatsächlich zehn Jahre. Da haben wir uns so ein bisschen selber auch das Reiten beigebracht. Und die Pferde so auch lieben gelernt.

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Christopher:
Meine zweite Frage: Was bedeutet Reiten für Dich im Allgemeinen und was gefällt Dir daran am besten?

Vivien:
Also ich finde es ganz wichtig neben dem Beruf auch einen Ausgleich zu haben, das heißt, dass man nach der Arbeit zu einem Ort gehen kann, wo man den Kopf ausschalten kann, wo man man selbst sein kann. Ich finde, das kann man beim Pferd tatsächlich sehr gut, dadurch dass es Tiere sind. Es ist kein Sportgerät, wo man ins Fitnessstudio geht, sondern man hat eine Beziehung zum Pferd über Jahre aufbauen können. Das ist einfach nochmal etwas ganz Besonderes und man hat natürlich Gleichgesinnte im Stall, mit denen man auch gut über dasselbe Thema sprechen kann und das ist für mich nach der Arbeit immer so ein kleiner Urlaub.

Christopher:
Ja, super. Wir sehen ja hier im Heidekreis, beziehungsweise rundherum auch immer wieder Reiter auf den unterschiedlichsten Reitwegen. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass es verschiedene Reitstile gibt. Welchen Stil reitest Du und wodurch zeichnet sich dieser besonders aus?

Vivien:
Es gibt die klassischen drei Stile, die jetzt eigentlich viele kennen. Das sind einmal das Springreiten, das Dressurreiten und auch das Westernreiten. Letzteres mache ich. Ich habe damals angefangen mit Dressurreiten, muss aber sagen es war einfach nicht so meins, aus verschiedenen Gründen. Dann habe ich mich fürs Westernreiten entschieden.

Und warum ist Westernreiten meins: Es ist einfach eine andere Einstellung zum Reiten, denke ich. Es ist einfach eine andere, als jetzt z.B. beim Dressurreiten. Ich will gar nicht sagen, dass das Eine schlechter oder besser ist als das andere. Aber ich kann mich mit dem Westernreiten einfach mehr identifizieren, weil ich mehr ins Gelände gehen kann. Klar kann man beim Dressurreiten auch, aber man sieht glaube ich vieles als Freizeitreiter ein bisschen entspannter als in der Dressur.

Christopher:
Ja, vielen Dank. Das hat man auch gerade in den Minuten oder Stunden, die wir hier zusammen verbracht haben, schon gesehen, dass Dir das wirklich viel Spaß macht und Du da auch ein bisschen Lockerheit an den Tag legst und nicht so verkrampft bist.

Meine nächste Frage: Wo reitest Du hier in der Heide am liebsten und hast Du eventuell Geheimtipps für meine Abonnenten?

Vivien:
Dadurch dass ich in Asendorf mit dem Pferd stehe, reite ich gerne man sieht´s schön hier im Hintergrund auf dem Töps hier bei Hanstedt. Es ist aber natürlich nich wenig, wenn man dann drei Stunden manchmal unterwegs ist. Und wenn es richtig schön sein soll, dann verladen wir die Pferde auch gerne mal in unseren Anhänger und dann geht’s ab zum Hof Sudermühlen bei Egestorf. Das ist wirklich sehr toll, da gibt es einen sehr großen See und man kann auch den Anhänger da ganz toll parken, ohne dass es irgendjemanden stört. Und von da aus reiten wir dann los Richtung Wilsede, auch da gibt es sehr schöne Cafés, wo man dann auch die Pferde anbinden kann. Einmal kamen wir und es hat uns jemand sogar einen Eimer Wasser für die Pferde gebracht. Man wird da wirklich sehr herzlich willkommen geheißen, was ja auch nicht immer selbstverständlich ist. Im Anschluss geht es dann weiter nach Döhle und von Döhle durch ein ganz schönes Waldgebiet mit breiten Sandwegen wieder zurück zum Hof Sudermühlen. Da kann man dann auch mal ein Stück Kuchen essen wieder und ein Bierchen trinken und dann war das echt ein schöner Tag. Ist also wirklich was ganz besonderes.

Christopher:
Was macht das Reiten in der Lüneburger Heide bzw. im Heidekreis denn so besonders für Dich?Sind das auch die Punkte die Du gerade angesprochen hast oder gibt’s da noch ein paar andere?

Vivien:
Also man reitet ja meistens ganz normal im Wald aus und da sind natürlich die Wege oft relativ bescheiden. Man muss bei Pferden immer aufpassen, dass es nicht zu steinig ist. Es gibt meistens immer nur ganz kurze Strecken, wo man auch mal Trab reiten kann und mal Galopp reiten kann. Das ist halt immer sehr begrenzt und wenn man in die Lüneburger Heide kommt, dann ist es hier typisch, dass man hier diese großen breiten Sandwege hat. Und dann hat man auch eine riesen Weite wo man auch mal zwei Minuten durchgaloppieren kann oder traben kann. Man braucht sich keine Gedanken machen um den Boden, die Pferde gehen auch ganz anders auf hier. Die freuen sich auf diese Weite, das spüren die tatsächlich, das ist anders, als wenn man durch einen Wald reitet der voller Steine ist. Das macht es halt so besonders finde ich.

Christopher:
Hört sich super an.. Ja zur Infrastruktur hast Du gerade schon ein bisschen was gesagt. Die Wege sind sonst in anderen Regionen öfter mal ein bisschen das Problem. Gibt es auch positive Beispiele?

Vivien:
Also gut finde ich das natürlich die Reitwege immer klar gekennzeichnet sind. Das heißt, man kommt sich nicht mit Radfahrern oder mit Fußgängern in die Quere. Es ist wirklich klar aufgeteilt, wo soll ich reiten/ wo darf ich reiten. Wenn man sich nicht daran hält, wird man auch darauf hingewiesen und das ist ja auch richtig so. Man möchte ja auch noch länger was von der Heide haben und Ja das finde ich eigentlich ganz schön so.

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Christopher:
Ja super, da konnten wir ja schon viel erfahren. Als nächste Frage was mich als Laien so interessiert: Welche Ausrüstung darf für Dich bei einem ausgiebigen Ausritt nicht fehlen?

Vivien:
Also, da unterscheide ich natürlich erst einmal Ausrüstung für mich und für das Pferd. Für das Pferd ist es wichtig, also zum Beispiel hat mein Pferd Eisen drauf, vorne und hinten. Es gibt aber auch Pferde die laufen mit sog. Barhuf heißt das. Und da ist es wichtig, dass ich z.B. Hufschuhe mitnehme oder um den Huf mache. Die müssen natürlich gut sitzen, damit das Pferd auch länger damit gehen kann. Für mich ist wichtig, dass ich eine Flasche Wasser mitnehme und mein Handy dabei habe, falls ich mich mal verlaufen sollte. Ein kleiner Snack für zwischendurch und ein Halfter finde ich auch immer recht wichtig, da man ja auch mal Pause machen soll. Ich finde es nicht gut, wenn man vier Stunden durchreitet und dem Pferd keine Pause gönnt. Man selber macht ja auch schließlich mal Pause und dann sollte das Pferd auch mal in Ruhe stehen könne, Wasser trinken können oder mal grasen können. Das finde ich auch echt wichtig.

Christopher:
Bist Du da bei der Ausrüstung, ich sag mal Sattel und so weiter bist du auf irgendwas fokussiert? Zum Beispiel markentechnisch oder gibt es da irgendwelche Produkte, die man empfehlen kann?

Vivien:
Hmm, eigentlich bin ich da nicht fokussiert.
Also ich habe ein ganz schönes Reitpad, dessen Marke ich jetzt aber leider gerade nicht im Kopf (weiter unten verlinkt) habe, das ist aber immer eine sehr schöne Alternative zum Sattel. Ansonsten bekommt man die Sättel vom Sattler, natürlich gibt es da Namen, aber die weiß ich gerade selber nicht.

Christopher:
Die Informationen dazu können wir dann ja noch unten in den Shownotes vermerken und verlinken. Dann mal zur vorletzten Frage, da sind wir schon: Gibt es empfehlenswerte Events für Reiter und Pferdeliebhaber, die Du auch schon besucht hast?

Vivien:
Jein. Ich bin ja Freizeitreiterin. Ich bin jetzt nicht auf Turnieren präsent. Und es ist tatsächlich so, dass man für Freizeitreiter recht wenig Angebote leider hat, weil die ja auch Spaß bringen sollen, und es ist ja nicht so ernst gesehen sage ich mal. Ansonsten mache ich ganz gerne Reiterrallyes mit. Da startet man an einem gewissen Punkt und endet an einem anderen und dazwischen werden halt Spiele aufgebaut, die man machen muss und das bringt immer sehr sehr viel Spaß und habe ich früher viel mitgemacht. Momentan gibt es aber leider nicht mehr so viel. Schade eigentlich. Ansonsten gibt´s noch Messen Hamburg immer. Da ist man dann auch mal vertreten.

Christopher:
Ja und jetzt auch schon die letzte Frage bzw. es ist eher eine Vorlage: Ein perfekter Ausritt für Dich! Wie sieht der so aus und wie würdest Du den beschreiben?

Vivien:
Zunächst mache ich mir natürlich Gedanken, wo ich lang reite und das ist für mich auch nichts Selbstverständliches, sondern ich mache mir schon Gedanken darüber, wo es langgehen soll. Das ist für mich wie ein Tag Urlaub nehmen. Schön ist es, wenn ich mal ganz woanders lang komme, das heißt mit meinem Anhänger irgendwohin fahre, mit dem Pferd und das Wetter muss toll sein mit Sonnenschein, ein bisschen Wind schadet auch mal nie. Sonst ist es für das Pferd auch recht anstrengend und dann drei Stunden unterwegs sein, am besten noch mit einem Freund oder einer Freundin mit deren Pferden, das ist so mit am schönsten eigentlich. Man kann viel quatschen, man kann aber auch mal nix sagen und einfach zwei Stunden nebeneinander herreiten. Geht auch.

Christopher:
Hört sich gut an. Super Schlußwort!
Ja, ich bedanke mich bei Vivien für das tolle Interview. Wir werden hier jetzt noch ein bisschen Zeit verbringen und für Euch Zuschauer ein paar Wege vorschlagen, ein paar Routen zusammenstellen, die Ihr ja dann auch auf meinem Blog auf Enjoy-Heidekreis.de auswerten könnt und dann mit auf die Tour nehmen könnt. Ja ich hoffe, dass wir uns bald wieder hören. Bis demnächst.

1.3 Produktempfehlungen und Zubehör

Das von Vivien empfohlene Reitpad als Sattelalternative* findet Ihr zum Beispiel hier*:

Reit-On-Pad von Barefoot*

Wenn Ihr selbst erstmal testen und anfassen wollt, könnt Ihr auch gerne mal die folgenden Reitgeschäfte in der Region besuchen, die natürlich einen Online-Shop vorhalten:

Krämer Megastore in Egestorf/Nordheide*

Pferdesport Loesdau in Rosengarten/Nenndorf Richtung Hamburg*

1.4 Routen zum Reiten für dich ausgewählt

Hier die versprochenen Routen, die Ihr euch unbedingt einmal ansehen müsst. Diese und weitere Touren könnt Ihr euch auch mit der App (iOS und Android) von Outdooractive* herunterladen und abspeichern.

Probiert die tolle App doch einfach mal aus für eure nächsten Touren:

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