Fluch oder Segen? – Technologie von heute und morgen

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Ich freue mich, hiermit den ersten Gastbeitrag auf Enjoy-Heidekreis veröffentlichen zu können.

Stefanie Hassler kommt aus Soltau und hat sich nach rund 14 Jahren Berufserfahrung als Großhandelskauffrau zum Ende des Jahres 2019 als VA (Virtuelle Assistentin) selbständig gemacht. Ich freue mich sehr, dass Steffi sich bereit erklärt hat, einen interessanten Beitrag für Enjoy-Heidekreis zu schreiben. Viel Spaß beim Lesen.

1.1. Was ist eine VA (Virtuelle Assistentin)?

Eine VA arbeitet in der Regel ortsunabhängig und übernimmt als freie Mitarbeiterin bestimmte vorher festgelegte Aufgabenbereiche vom jeweiligen Auftraggeber/Ihrem Kunden. Steffi bietet zum Beispiel die Übernahme von Kundensupport, E-Mail-Korrespondenz, Social-Media-Aktivitäten, Datenerfassung/ Pflege und viele weitere Bereiche an. Der Auftraggeber hält sich flexibel und muss sich nicht um Bezahlten Urlaub, Lohnabrechnung oder Abwesenheit sorgen.

Für weitere Informationen besucht Steffi doch gerne mal auf Ihrer Website unter: https://stefaniehassler.de/

Nun aber zu Ihrem tollen Beitrag:

1.2. Technische Entwicklung und GedankenTanken

Könnt Ihr Euch vorstellen in fünf Jahren mit selbstfahrenden Autos zur Arbeit zu fahren? Und dass Ihr es in zehn Jahren komisch finden werdet, wenn Jemand im Heidekreis noch selbst am Steuer sitzt? Taxiflugzeuge, welche waagerecht starten und landen, die Eure Kinder nach einer durchtanzten Nacht aus dem Studio78 abholen? Stellt Euch Roboterarme vor, die in einer Bauernküche integriert Omas gespeicherte Geheim-Rezepte nachkochen UND hinterher alles aufräumen? Minicomputer direkt am Ohr, welche das Handy irgendwann ersetzen sollen?

Im November letzten Jahres besuchte ich eine Veranstaltung von GEDANKENtanken. Die letzte Rednernacht in Köln. Hier ging es um Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation, Business und Glück. Es standen viele unterschiedliche Persönlichkeiten auf der Bühne und konnten in zwanzig Minuten über ein bestimmtes Thema sprechen. Geladen waren unter anderen Barack Obamas Schwester Dr. Auma Obama, Deutschlands bekannteste Stuntfrau Miriam Höller sowie Frank Thelen, Gründer, Unternehmer und Autor, bekannt aus der Höhle der Löwen. Er war es, der mich mit den neuen Technologien von morgen am meisten zum Staunen gebracht hat. 

Gedanken-Tanken
Gedanken-Tanken 2019 in Köln

Es war ein wenig befremdlich. Die Präsentationsfilme glichen teilweise einem Science-Fiction Film und laut Thelen würde jeder der 15.000 Zuschauer bei Gedankentanken diesen Fortschritt noch erleben. Das Publikum war alterstechnisch bunt gemischt, hier kamen Jung und Alt zusammen.

Schauen wir uns also mal an was es schon alles gibt: Wer von Euch saß im Sommer bei einer Tasse Kaffee draußen auf seiner Terrasse und hat seinen Rasenmäher-Roboter laufen lassen? Lief gleichzeitig im Haus auch schon der Saugroboter? Es gibt Alexa, die uns jeden Wunsch von den „Lippen abliest“ oder die automatische Steuerung von Heizung und Lichttechnik im Haus über das Smartphone. Irre oder?

Wenn wir mal zurückblicken und uns die Entwicklung der Computer anschauen, ist es wirklich erstaunlich, wie schnell wir in der Technik vorangekommen sind. Früher glich der PC Bildschirm einer Bierkiste und heute, nicht mal zwanzig Jahre später, trägt jeder von uns einen Taschencomputer in Form eines Smartphones in der Hosentasche. Eine Meisterleistung des technischen Fortschritts. Dazu gehört natürlich auch das Internet. Drahtlose Netzwerkverbindung zu und mit Jedem auf der Welt. Was wären wir jetzt ohne das World Wide Web?

Wenn wir etwas nicht kennen oder wissen, fragen wir das Internet. Das ist wie mit einer Krankheit. Bevor man zum Arzt geht, befragt man Dr. Google um Rat und hat sich seine fünf verschiedenen Diagnosen damit ganz einfach selbst gestellt. Wenn man sich doch mal entscheidet zum Arzt zu gehen, stellt dieser dann fest, dass keine der möglichen Krankheiten zutreffend sind und „Man(n)“ eigentlich nur einen kleinen Schnupfen hat. ? Kleiner Scherz. 

1.3. Die rasante Entwicklung positiv für Sich nutzen?

Das Internet ist wirklich eine hilfreiche Sache. Man kann sich weiterbilden, belesen, informieren und kommunizieren. Einkaufen, verkaufen, arbeiten oder einen Job finden. Die Plattform ist unendlich groß. Wie einfach doch vieles damit geworden ist. 

Was kann man sich heute für Diskussionen am Familientisch sparen, wenn fünf Familienmitglieder fünf verschiedene Meinungen vertreten und keiner davon Abstand nehmen möchte. Da wird dann kurzerhand das Handy gezückt und schnell mal „gegoogelt“ um das Ergebnis den anderen dann zu „beweisen“ und eine Eskalation zu vermeiden. Na wer kennt es ? 

Doch wie ist es, wenn an dem besagten Familientisch drei von den fünf Mitgliedern mit Ihren Handys beschäftigt sind? Dann führen zwei entweder ein angeregtes Gespräch miteinander oder ärgern sich über die mangelnde „echte“ Kommunikation. Denn im Endeffekt kommunizieren alle. Die einen im Real Life, die anderen über soziale Netzwerke im Internet. Aber gibt es hierbei einen Unterschied?

Das Internet ist anonym. Hier können User schnell kritisieren, anfeinden oder hetzen. Man ist angreifbar, gibt teilweise auf den sozialen Netzwerken viel von seinem Leben preis. Mobbing ist ein großes Thema. Genauso wie Missbrauch in Form von Daten, Bildern und Videos. Es werden falsche Informationen geteilt um Menschen in bestimmte Richtungen zu lenken oder hinters Licht zu führen. 

Aber alles hat schlechte und gute Seiten. Durch die Möglichkeit von beispielsweise Videokonferenzen kann man Familienmitglieder, Freunde und Geschäftspartner/innen auf der anderen Seite der Welt sehen und sprechen. Da steht dem gemeinsamen Käffchen maximal nur die Zeitverschiebung im Weg. Man kann ein Studium von zu Hause aus machen oder einen Onlinekurs zur Weiterbildung. Man hat Zugriff auf Musik und Bücher, Radio und Fernsehen und eigentlich gibt es immer einen der dir hilft. Man kann Kontakte knüpfen und Netzwerken. Gemeinsame Projekte starten und schnell viel Reichweite erzielen (wenn man will). Es ist einfach nicht mehr wegzudenken.

Aber was ist mit dem Miteinander von Mensch zu Mensch? Bleibt das irgendwann auf der Strecke? Wenn wir uns noch einmal an die Roboterarme erinnern, die für uns die Küchenarbeit schmeißen. Wo bleibt das gemeinsame Plätzchen backen zu Weihnachten mit Oma und Opa? Oder die Spezial-Spaghetti-Sauce welche nur mit einer Prise Liebe so schmeckt wie bei Mama? 

Werden wir immer anonymer? Weil wir mehr vor dem Rechner/Handy sitzen als zu wissen, wer unser Nachbar ist? Wie aufmerksam sind wir noch im echten Leben, wenn man doch ständig mit dem Handy durch die Straßen läuft? Kann man im Internet auch echte Freundschaften schließen oder ist alles nur fake? Was zählt der Rat eines Menschen, der schon viele Jahre Lebenserfahrung mitbringt, sich aber mit dem Internet nicht auskennt? 

Durch das Internet hat man wirklich gute Möglichkeit auch vor Ort und auf der ganzen Welt Kontakte zu knüpfen, neue und inspirierende Menschen kennen zulernen und sich auszutauschen. Und alles ohne, dass man in die weite Welt reisen muss. Vor die Haustüre sollte man trotzdem ab und zu mal gehen ? und der Rat von Oma und Opa ist durch nichts zu ersetzen. Denn Lebenserfahrung kannst Du in keinen Computer der Welt integrieren.

1.4. Steffis persönliches Fazit

Stefanie Hassler - VA
Stefanie Hassler – VA

Mein Fazit ist, das wir durch die Technologie und das Internet eine wirklich große Erleichterung in unserem Leben haben. Egal ob Waschmaschine, Spülmaschine oder Fön, das alles ist für uns mittlerweile völlig normal. Genauso wird es auch mit der Zukunft sein. Über die „Küchenroboterarme“ würde ich mich freuen. Ich koche einfach ungern und hätte dadurch Zeit mich mit meiner Familie und Freunden zu unterhalten, ohne dass ich ständig in den Kochtopf schauen müsste. Wenn mir dann trotzdem mal danach ist es selbst zu tun, steht dem ja nichts im Wege. Das selbstfahrende Auto sehe ich ebenfalls als Verbesserung im Straßenverkehr. Keine Bremser und Raser, stressfreies Ankommen. Rettungsgassen werden auf Autobahnen automatisch gebildet und auch das Reißverschluss-Verfahren sollte dann kein Problem mehr darstellen? Von den ausbleibenden Unfällen mal ganz abgesehen. Wie viel Zeit würde vergehen, bis der Rettungsdienst ohne ein Handy bei einem Unfall alarmiert werden würde? Hier zählt jede Minute.

Das echte Leben findet immer hier vor Ort statt. Mit deinen Mitmenschen, deiner Familie, deinen Freunden. Diese sind einzigartig und lassen sich nicht durch einen Roboter ersetzen. Aber wir können die neue Technologie für uns nutzen, um eben genau dafür wertvolle Zeit zu gewinnen. Also lasst den Hausroboter den Staub aufsaugen, die Waschmaschine die Wäsche waschen und sagt Alexa Sie soll das Weihnachtsmenü beim ortsansässigen Caterer bestellen. Dann ist auch eine stressfreie Vorweihnachtszeit zum Kekse backen mit den Kindern oder Enkelkindern möglich? 

Ab und zu eine handyfreie Zeit einplanen, nicht immer und überall erreichbar sein und einfach mal ganz oldschool „Mensch Ärgere Dich nicht“ oder ein „EXIT-Game“ spielen. Wenn ALEXA dann die Musik dazu spielt ist das doch ganz in unserem Interesse? 

Und wer weiß wie viele „Roboter“ in diesem Jahr nicht schon unter unseren Tannenbäumen gelegen haben? 

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern von Enjoy-Heidekreis noch ein erfolgreiches neues Jahr.

Eure Steffi

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